Was kostet ein selbst gebauter PC? Komplette Kostenübersicht 2025
Max Mustermann · Geschäftsführer, Sync Test GmbH
Welche Komponenten brauche ich überhaupt – und was kosten sie einzeln?
Ein PC besteht aus sieben Pflichtkomponenten: CPU (50–500 €), Mainboard (70–400 €), RAM (30–150 €), Grafikkarte (120–900 €), Speicher/SSD (40–200 €), Netzteil (50–150 €) und Gehäuse (40–200 €). Dazu kommt optional ein CPU-Kühler (20–100 €), falls kein Boxed-Kühler enthalten ist.
Ein solider Einsteiger-PC für Office, Streaming und leichte Spiele kostet selbst gebaut ca. 380–500 €. Damit lassen sich alle gängigen Büroanwendungen, Videokonferenzen und Spiele auf mittleren Einstellungen problemlos betreiben.
### Beispiel-Konfiguration Einsteiger (400 €)
- **CPU:** AMD Ryzen 5 5600G mit integrierter Grafik (~100 €) — spart die separate GPU
- **Mainboard:** B550M Micro-ATX (~90 €)
- **RAM:** 16 GB DDR4-3200 (~40 €)
- **SSD:** 500 GB NVMe (~45 €)
- **Netzteil:** 550W 80Plus Bronze (~55 €)
- **Gehäuse:** Midi-Tower (~45 €)
**Gesamt: ca. 375–430 €**
Diese Konfiguration eignet sich hervorragend für Home-Office, YouTube, Netflix und leichte Spiele wie Minecraft oder League of Legends bei 1080p.
Was kostet ein Gaming-PC in der Mittelklasse?
Ein Gaming-PC der Mittelklasse für 1080p und 1440p-Gaming mit stabilen 60–144 FPS kostet selbst gebaut 850–1.200 €. Das Budget fließt primär in eine leistungsstarke Grafikkarte (300–500 €) und einen modernen Prozessor.
### Beispiel-Konfiguration Gaming Mittelklasse (1.000 €)
- **CPU:** AMD Ryzen 5 7600 oder Intel Core i5-14600K (~230 €)
- **Mainboard:** B650/B760 ATX (~160 €)
- **RAM:** 32 GB DDR5-5200 (~80 €)
- **Grafikkarte:** NVIDIA RTX 4070 oder AMD RX 7800 XT (~420 €)
- **SSD:** 1 TB NVMe Gen4 (~80 €)
- **Netzteil:** 750W 80Plus Gold (~100 €)
- **Gehäuse:** Mid-Tower mit Airflow (~90 €)
**Gesamt: ca. 1.000–1.160 €**
Mit dieser Konfiguration laufen aktuelle AAA-Titel wie Cyberpunk 2077 oder Alan Wake 2 bei 1440p mit hohen bis sehr hohen Details flüssig.
Was kostet ein High-End-PC oder Workstation zum Selberbauen?
Ein High-End-Gaming-PC oder eine Creator-Workstation für 4K-Gaming, 3D-Rendering oder Videobearbeitung kostet selbst gebaut 1.800–2.800 €. Der größte Kostentreiber ist die Grafikkarte, die allein 700–1.200 € ausmachen kann.
### Beispiel-Konfiguration High-End (2.200 €)
- **CPU:** Intel Core i7-14700K oder AMD Ryzen 7 7700X (~380 €)
- **Mainboard:** Z790/X670E ATX (~300 €)
- **RAM:** 64 GB DDR5-6000 (~180 €)
- **Grafikkarte:** NVIDIA RTX 4080 Super (~950 €)
- **SSD:** 2 TB NVMe Gen4 + 2 TB HDD (~200 €)
- **Netzteil:** 850W 80Plus Gold (~130 €)
- **Gehäuse:** Full-Tower mit guter Belüftung (~150 €)
- **CPU-Kühler:** AIO 240mm Wasserkühlung (~110 €)
**Gesamt: ca. 2.400–2.600 €**
Diese Konfiguration meistert 4K-Gaming, Videobearbeitung in DaVinci Resolve und 3D-Rendering in Blender ohne Kompromisse.
Wie viel spart man durch Selberbauen gegenüber einem Fertig-PC?
Wer einen PC selbst baut, spart gegenüber einem vergleichbaren Fertigsystem im Schnitt 20–35 %. Bei einem 1.000-€-System entspricht das einer realen Ersparnis von 200–350 €, da Hersteller Montage, Marge und Softwarepakete aufschlagen.
### Selberbauen vs. Fertig-PC: Ein direkter Vergleich
| Szenario | Selbst gebaut | Fertig-PC (vergleichbar) | Ersparnis |
|---|---|---|---|
| Einsteiger (Office) | ~400 € | ~530–600 € | ~130–200 € |
| Gaming Mittelklasse | ~1.000 € | ~1.300–1.500 € | ~300–500 € |
| High-End | ~2.200 € | ~2.800–3.200 € | ~600–1.000 € |
**Weitere Vorteile des Selberbauens:**
- Volle Kontrolle über jede Komponente und deren Qualität
- Kein vorinstalliertes Bloatware-Betriebssystem
- Einfacheres Aufrüsten einzelner Teile
- Tiefes Verständnis des eigenen Systems
**Nachteile:**
- Kein Komplett-Garantieservice (jede Komponente separat)
- Zeitaufwand: 3–6 Stunden für den Erstaufbau einplanen
- Fehler bei der Kompatibilität möglich (PCPartPicker.com hilft)
Welche versteckten Kosten entstehen beim PC-Selbstbau?
Versteckte Kosten beim PC-Selbstbau umfassen das Betriebssystem Windows 11 (120–145 €), Peripherie wie Monitor (150–400 €), Tastatur/Maus (30–150 €) sowie Wärmeleitpaste (5–15 €) und ggf. zusätzliche Lüfter (10–40 €).
### Checkliste: Was noch fehlt nach dem PC-Zusammenbau
**Software:**
- Windows 11 Home: ~120–145 € (oder kostenloses Linux)
- Microsoft 365: 69 €/Jahr (oder kostenloses LibreOffice)
- Antivirensoftware: 0–40 €/Jahr
**Peripherie (falls neu benötigt):**
- Monitor 27", 1440p, 144Hz: 250–400 €
- Gaming-Tastatur: 50–150 €
- Maus: 30–80 €
- Headset/Lautsprecher: 40–200 €
**Zubehör beim Bau:**
- Wärmeleitpaste (oft nötig bei Aftermarket-Kühler): 5–15 €
- Kabelbinder/Kabelmanagement: 5–10 €
- Zusatzlüfter (120/140mm): je 10–25 €
**Gesamte Peripherie-Kosten: 300–800 € zusätzlich möglich**
Wer bereits Monitor und Zubehör besitzt, spart diesen Block komplett.
Schritt für Schritt: Wie geht man beim Selbstbau vor?
Der PC-Selbstbau folgt einem klaren Ablauf: Budget festlegen → Kompatibilität prüfen (PCPartPicker) → Teile bestellen → Mainboard außerhalb des Gehäuses vorbereiten → Einbau in 5 Schritten → BIOS-Setup → Windows-Installation. Zeitbedarf: 3–5 Stunden.
### Schritt-für-Schritt-Anleitung: PC selbst bauen
**Schritt 1: Budget & Einsatzzweck festlegen (30 Min.)**
Definieren Sie klar: Office, Gaming oder Workstation? Dann Budget aufteilen: ~40 % GPU, ~20 % CPU, ~15 % Mainboard, Rest auf RAM, Speicher, PSU, Gehäuse.
**Schritt 2: Kompatibilität prüfen (1 Stunde)**
Nutzen Sie [PCPartPicker.de](https://pcpartpicker.com) — das Tool prüft automatisch Sockel-Kompatibilität, RAM-Unterstützung und PSU-Anforderungen.
**Schritt 3: Preise vergleichen & bestellen (30 Min.)**
Gute Preisvergleiche: Geizhals.de, Idealo.de. Shops mit guter Rückgabe: Alternate, Mindfactory, Amazon.
**Schritt 4: Mainboard vorbereiten (außerhalb des Gehäuses)**
- CPU einsetzen (kein Druck, nur einlegen und Hebel arretieren)
- RAM einstecken (Slots A2/B2 bevorzugen)
- SSD/M.2 einschrauben
- I/O-Shield einsetzen
**Schritt 5: Einbau ins Gehäuse**
- Mainboard einschrauben (Abstandshalter prüfen!)
- PSU einbauen
- Grafikkarte einsetzen
- Alle Kabel verbinden (24-Pin ATX, CPU-Strom, PCIe, SATA, Front-Panel)
**Schritt 6: Erster Start & BIOS**
- XMP/EXPO-Profil im BIOS aktivieren (RAM-Takt)
- Bootreihenfolge auf USB-Stick mit Windows setzen
**Schritt 7: Windows installieren**
ISO von Microsoft herunterladen, auf USB-Stick schreiben (Rufus), booten und installieren. Dauer: ca. 20 Minuten.
Häufige Fragen
Was kostet ein einfacher PC zum Selberbauen?
Ein einfacher Office- oder Einsteiger-PC kostet selbst gebaut ca. 380–500 €. Mit einem AMD Ryzen 5 5600G (integrierte Grafik) sind alle Büroaufgaben, Videokonferenzen und leichtes Gaming möglich.
Was kostet ein Gaming-PC zum Selberbauen 2025?
Ein Gaming-PC der Mittelklasse (1080p/1440p, 144 FPS) kostet 2025 selbst gebaut ca. 850–1.200 €. High-End für 4K-Gaming liegt bei 1.800–2.600 €.
Wie viel günstiger ist ein selbst gebauter PC gegenüber einem Fertig-PC?
Selbst gebaute PCs sind im Schnitt 20–35 % günstiger als vergleichbare Fertigsysteme. Bei einem 1.000-€-Budget spart man realistisch 200–400 €.
Brauche ich Vorkenntnisse, um einen PC selbst zu bauen?
Nein. Mit einem guten YouTube-Tutorial und 3–5 Stunden Zeit ist der Erstaufbau auch für Anfänger machbar. PCPartPicker.com verhindert die meisten Kompatibilitätsfehler.
Was ist die teuerste Komponente beim PC-Selbstbau?
In Gaming- und High-End-Builds ist die Grafikkarte (GPU) mit 300–1.200 € die teuerste Einzelkomponente und macht 35–45 % des Gesamtbudgets aus.
Kostet Windows extra beim PC-Selbstbau?
Ja. Windows 11 Home kostet im Handel 120–145 €. Alternativ ist Linux (Ubuntu, Mint) kostenlos und für viele Anwendungsfälle ausreichend.